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KünstlerInnen
Filmemacherin Esel Besitzer
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media donkeys, mobile formate
Datum12. - 14. August 2011 (26. - 28. August Verschiebungsdatum) HinreiseWir treffen uns 12.08.11 um 07:30 im HB Zürich am Gleis nach Chur Bitte Kauft die Zugbillette selber. Wir werden sie euch zurückerstatten. Fahrplan: Ausführungsort
Mögliche FormateProjekte, Konzerte, Performances und Präsentationen während der Wanderung, bei Rasten (zwischen den Wanderungen), am Abend oder Morgens in oder ausserhalb der Berghütte StromAuf der ganzen Strecke wird kein Strom zur verfügung stehen. Ein mitgebrachtes Notstromagenerator wird mitgebracht und ist in erster Linie für das aufladen von Baterien gedacht. Telefon EmpfangVon Wiesen bis zur Berghütte Martüel gibt es nur Swisscomm empfang In der Berghütte Martüel gibt es keinen Swisscomm empfang Ab der Berghütte Martüel gibt teilweise Swisscomm empfang Gepäck auf Esel verladenAm einfachsten man verpackt alles in Rucksäcke. Diese werden gleichmässig links und rechts den Eseln beladen. Obendrauf kann zusätzlich noch ein kleiners Gepäckstück angebracht werden. Bis 60 KG pro Esel sei kein Problem. MaterialFolgendes Material wird alle zur Verfügung stehen:
Alles weitere Material solltet ihr selber mitnehmen oder mit uns absprechen FilmeFals Lust besteht, können wir an den zwei Abenden mittels Beamer File schauen. Also du bist herzlich eingeladen Filme mitzubringen EssenDas Essen wird gemeinsahm zubereitet. An die Vegis ist gedacht. Ihr braucht kein eigenes Essen mitzunehmen. Konzept, ProjektideeIn diesem Projekt soll eine Form des mobilen/bewegten Experiments mit künstlerischen Formaten und Praxen mit Medien getestet werden. Im Rahmen des Projekts "media donkeys" werden Künstler eingeladen, eigene Projekte zu entwickeln oder schon bestehende zu adaptieren, die sich mit nomadischen, instabilen Arbeits- und Lebensformen und deren Auswirkungen auf Formen unseres Lebens in einer mit Medientechnologien durchsetzten Wirklichkeit beschäftigen. Als gemeinsame Plattform der Künstlerprojekte wird eine drei Tage dauernde Wanderung durch die Alpen geplant. Die Wanderung ist gleichzeitig Teil des medialen Formats, in dem Künstler unterschiedlichste Projekte, Konzerte Performances und Präsentationen durchführen. Für das Projekt werden Esel gemietet und diese in mobile Medienstationen transformiert. z.B. der Audio Esel, der Energie Esel für eine mobile Stromversorgung, der Video Esel, der Funk Esel für vernetzte Projekte u.s.w. ... Der Esel gehört zum ältesten Last-und Zugtier das schon im Altertum von vielen Kulturen benutzt wurde und diese entscheidend geprägt hat. Der Esel machte nomadisches, unabhängiges Leben möglich und wurde auch wegen seiner bekannten Merkfähigkeit von schon einmal gegangenen Routen von den arabischen Karawanenführern als Navigations- und Leittier (Esel-GPS) genutzt. Heute steht der Esel bei uns für ein rückständiges, langsames, vormodernes Leben in Kulturen, in denen der Fortschritt halt gemacht hat. Gleichzeitig, und im Widerspruch dazu, steht der Esel aber auch für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Energie, Erdöl, Ort, Sesshaftigkeit und festen Infrastrukturen in unwegsamen Gelände. Er ermöglicht nomadischen Kulturen ein selbst bestimmtes, unabhängiges Leben. Im Gegenzug verbinden wir in unseren westlichen Zivilisationen das Flexible und Nomadische. Sei es im Arbeitsleben, wie auch im Sozialen und Privaten, immer selbstverständlicher mit einer modernen Lebensform. Das Nomadische ist in vielen Industriegesellschaften positiv mit einer geforderten Anpassungs- und Flexibilisierungsleistung verbunden. Orte von Arbeit und Wohnung zu wechseln, mobil zu leben, gehört zu einer Alltagsrealität ("Mietnomaden" oder "Jobnomaden"), die heute von vielen Arbeitnehmern gefordert wird. Neue Kommunikationsmedien bieten allgegenwärtige Präsenz und Erreichbarkeit ortlosen Arbeitens und Kommunizierens. Die Facebookfreunde bieten nomadischen Zusammenhalt. Immer mehr Menschen fühlen sich aber auch einer immer stärkeren allgegenwärtigen Kontrolle und Funktionalisierung ausgesetzt, die alle Lebensbereiche, Berufliches, Soziales und Privates umfasst. Gleichzeitig beinhaltet das Nomadische aber auch das Potential einer Widerständigkeit, eines Entzugs aus festgelegten Formen des Lebens und Arbeitens der unterschiedlichsten neuen Gemeinschaften und Lebensentwürfe. In diesem Projekt interessiert uns das Spannungsfeld zwischen vernetzten Medien-Kommunikations- und Kontrolltechnologien und ihrem möglichen Entzug, Dabei stehen Aspekte wie Widerständigkeit, die ambivalente "Rückständigkeit" als auch Selbstbestimmung dieser nomadischen Praxen in Form von künstlerischen Strategien im Fokus. Wie können künstlerische Strategien entwickeln werden, die mit dem Ungewissen, dem nicht-vollständig-Kontrollierbaren und mit mobil bewegten Situationen umgehen, wie z.B. Abhängigkeit vom Wetter und anderen äusseren Bedingungen. Welche Formen des Entzugs und der Präsenz sind möglich? Wie können solche Formen, Räume und Zeiten mit mobilen, nomadischen Medien aussehen und entwickelt werden? Das Projekt wird bewusst als Experiment angelegt, in dem mit den beteiligten KünstlerInnen eine Form des Ablaufs im Raum und in der Zeit gemeinsam entwickelt wird. Nach der Wanderung soll eine Videodokumentation sowie Texte und Bilder der Reise produziert und publiziert werden. Geplante Ausführung: Die drei Tage dauernde Wanderung findet am 12-14 August 2011 statt. Gestartet wird in Wiesen (nähe Davos) wo die Esel und zu Hause sind. Dabei sind ca. 12 KünstlerInnen, ein Filmemacher, eine Medientheoretikerin, acht Eseln und deren Besitzer. Übernachtet wird im Massenlager der Berghütte Martüel (2184 müM) und ev. in der Ramozhütte (2293 müM). Die Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet. Sämtliches Material (Nahrungsmittel, Technik wie Notstromaggregate, Beamer, Flachbildschirm, Audio Equipment ... ) werden am ersten Tag aufgeteilt auf Künstler und Esel verladen. Zur Vorbereitung machen die Teilnehmenden KünstlerInnen Vorschläge, welche Formate sie wählen und zu welchem Zeitpunkt Sie Ihre Projekte, Konzerte Performances, Präsentationen durchführen möchten. Daraus wird gemeinsam mit den Beteiligten ein aufeinander abgestimmtes Format entwickelt, als Grobkonzept der dreitägigen Wanderung. Ganz bewusst soll auf die Unterscheidung Aussen-Innen verzichtete werden und kein zusätzliches Publikum eingeladen werden. Die Mitwirkenden sind gleichzeitig Publikum, Teilhaber und Produzenten. Die Wanderung als ganzes wird als Kunstwerk betrachtet, wobei jeder einzelne Eingriffe der KünstlerInnen das Konzept bereichern soll. Die Videodokumentation soll an Medienfestivals gezeigt werden. Texte der Medienautoren sollen Online zugänglich sein. Ein Webseite wird aufgeschaltet mit weiteren zusätzlichen Infos (Texte/Bilder/Videos) |